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SEO / PERFORMANCEHannover
Technisches SEO· 6 Min. Lesezeit

Interne Verlinkung SEO: Struktur, Ankertexte und Klicktiefe

Interne Verlinkung bedeutet, dass Seiten derselben Website über Links miteinander verbunden sind. Sie hilft Besuchern, sich zurechtzufinden, und zeigt Suchmaschinen, welche Seiten wichtig sind und welche Themen zusammengehören. Wichtig sind eine klare Linkstruktur, beschreibende Ankertexte und eine regelmäßige Prüfung auf defekte Links.

Porträt von Muhammad Salman

Inhabergeführte BetreuungFür Hannover, Region Hannover, Niedersachsen

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Was interne Verlinkung für SEO leistet

Interne Links verbinden Unterseiten derselben Domain. Sie erfüllen zwei Aufgaben: Sie führen Besucher durch die Website, und sie geben Suchmaschinen Hinweise auf die Bedeutung einzelner Seiten.

Neue Seiten finden

Suchmaschinen entdecken neue Seiten vor allem über Links. Ein Beitrag von Ahrefs aus dem Jahr 2024 zitiert John Mueller von Google, der interne Verlinkung zu den wichtigsten Maßnahmen auf einer Website zählt, um Google und Besucher zu den wichtigen Seiten zu führen. Eine Seite ohne eingehende Links bleibt schwerer zu finden.

Linkwert innerhalb der Domain verteilen

Interne Links geben Linkwert innerhalb Ihrer Domain weiter. Sie ersetzen aber keine externen Links von anderen Websites. Eine starke interne Struktur sorgt dafür, dass der vorhandene Wert die Seiten erreicht, auf die es ankommt.

Linkstruktur nach Klicktiefe planen

Die Klicktiefe ist die Anzahl der Klicks, die ein Besucher von der Startseite bis zu einer Seite braucht. Sistrix nennt zweistellige Klicktiefen generell als zu hoch, betont aber, dass die Grenze von der Website abhängt. Ein Gastbeitrag von 2019 nennt drei Klicks als Richtwert. Eine feste Vorgabe von Google dazu haben wir nicht gefunden. Nutzen Sie die Klicktiefe deshalb als Planungsgröße: Wichtige Seiten sollten mit wenigen Klicks erreichbar sein, und jede Seite sollte über interne Links erreichbar bleiben. Sistrix nennt diese Erreichbarkeit einen Basisfaktor.

Wichtige Seiten nach oben ziehen

Ahrefs empfiehlt eine Struktur wie eine Pyramide. Oben stehen die Hauptthemen, darunter die Unterseiten. Wichtige Seiten verlinken Sie prominent, zum Beispiel aus der Navigation oder von der Startseite. Breadcrumbs unterstützen diese Ordnung.

Ein Beispiel für die Pyramide

Bei einer Dienstleisterseite könnte die Struktur so aussehen: Die Startseite verlinkt auf die Leistungsübersicht, diese auf die einzelnen Leistungen, und jede Leistung auf ihre Unterthemen. Ein Ratgeber steht in dieser Kette neben den Leistungen und verlinkt in beide Richtungen. Die Breadcrumbs zeigen den Weg von der Startseite bis zur Unterseite. Das ist ein Beispiel, keine Vorgabe von Google.

Verwaiste Seiten finden und anbinden

Eine verwaiste Seite hat keinen internen Link. Suchmaschinen finden sie dann schwerer, und der interne Linkwert erreicht sie nicht. Ahrefs rät, zuerst die verwaisten Seiten anzubinden, die bereits organischen Traffic bekommen.

Ankertext: Regeln für gute Linktexte

Der Ankertext ist der klickbare Text eines Links. Suchmaschinen nutzen ihn als Hinweis auf den Inhalt der Zielseite.

Beschreibend statt allgemein

Texte wie „hier klicken“ oder „mehr“ sagen nichts über das Ziel. Schreiben Sie, was der Besucher dort findet, zum Beispiel „Anleitung zur Keyword-Recherche“.

Ein Zielbegriff pro Seite

Legen Sie pro Seite einen Zielbegriff fest und verwenden Sie ihn in Ankertexten dort, wo er natürlich passt. Wenn viele Links dieselbe exakte Phrase tragen, wirkt das künstlich. Variationen sind besser. Wie mehrere Seiten um denselben Begriff konkurrieren, erklärt der Beitrag zur Keyword-Kannibalisierung.

Ankertexte bei Änderungen mitziehen

Wenn Sie den Titel oder den Inhalt einer Zielseite ändern, passen Sie die Ankertexte an, die auf sie zeigen. Prüfen Sie bei jedem größeren Inhaltsupdate, ob die Links noch passen.

Die fünf Ankertypen

Onlinemarketing.de unterscheidet fünf Typen von Ankertexten. Der Gastbeitrag empfiehlt, pro Seite einen klar definierten Zielbegriff zu nutzen und dabei natürlich klingende Anker zu wählen.

  • Markenanker: der Name Ihres Unternehmens.
  • Generischer Anker: allgemeine Wörter wie „hier“ oder „mehr erfahren“.
  • Partial-Match-Anker: der Zielbegriff in erweiterter Form, etwa „Anleitung zur Keyword-Recherche“.
  • Exakter Anker: der Zielbegriff genau so, wie er gesucht wird.
  • Beschreibender Anker: ein Satz, der den Inhalt der Zielseite beschreibt.

Pillar-Seite und Cluster richtig verlinken

Die Architektur eines Themenclusters behandelt der Beitrag Content-Cluster aufbauen. Hier geht es nur um die Linkmechanik. Unterseiten verlinken auf die Pillar-Seite, die Pillar-Seite verlinkt auf die Unterseiten, und jeder Link trägt einen Ankertext mit dem Thema. Ein Beispiel: Ein Artikel über Keyword-Recherche verlinkt auf die Pillar-Seite zu Topical Authority, und diese verlinkt zurück.

Typische Fehler bei der internen Verlinkung

Mehrere Quellen nennen wiederkehrende Fehler. Mailchimp nennt Links ohne Bezug zum umgebenden Text, die Vernachlässigung regelmäßiger Audits und Links, die nur für Suchmaschinen gedacht sind statt für Nutzer. Außerdem nennt Mailchimp die Überoptimierung, also Seiten, die mit Links überladen sind.

Onlinemarketing.de warnt zusätzlich vor internen Links mit nofollow, weil sie Linkwert verschenken. Der gleiche Beitrag empfiehlt, Tag-Seiten auf noindex zu setzen, um dünne Inhalte zu vermeiden.

Ein Beispiel-Linkplan für eine Dienstleisterseite

Die folgende Tabelle zeigt, wie ein Linkplan für eine fiktive Dienstleisterseite aussehen kann. Sie ersetzt keine Analyse Ihrer eigenen Website, zeigt aber das Prinzip: Jede wichtige Seite hat eine klare Quelle, einen beschreibenden Anker und einen Zweck.

Ein Beispiel-Linkplan für eine Dienstleisterseite
QuellseiteZielseiteAnkertextZweck
StartseiteLeistung „SEO-Audit“SEO-Audit für Ihre WebsiteWichtige Leistung ist von oben erreichbar
Ratgeber „Keyword-Recherche“Pillar-SeiteThemencluster aufbauenUnterseite stärkt die Pillar-Seite
Pillar-SeiteRatgeber „Keyword-Recherche“Keyword-Recherche Schritt für SchrittPillar verlinkt auf die Unterseiten
Ratgeber „Technik-Checkliste“Leistung „Technisches SEO“Technisches SEO prüfen lassenVerbindet Ratgeber und Leistung
Verwaiste Seite „Referenzen“Leistung „Lokale SEO“Erfolge bei lokalen KundenGibt der verwaisten Seite einen eingehenden Link
Ein Beispiel-Linkplan für eine Dienstleisterseite

Checkliste für interne Verlinkung

  • Jede wichtige Seite hat mindestens einen internen Link aus dem Fließtext.
  • Keine Seite bleibt verwaist, also ohne eingehenden internen Link.
  • Ankertexte beschreiben das Ziel, und „hier klicken“ kommt nicht vor.
  • Interne Links führen nicht auf 404-Seiten oder Weiterleitungen.
  • Die Pillar-Seite verlinkt auf die Unterseiten, und die Unterseiten verlinken zurück.
  • Wichtige Seiten sind mit wenigen Klicks von der Startseite erreichbar.
  • Sie wiederholen die Prüfung nach jedem größeren Inhaltsupdate.
Porträt von Muhammad Salman

Von Muhammad Salman, Gründer und SEO-Stratege

Veröffentlicht am

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FAQ

Kurz gefragt

Interne Verlinkung ist das Setzen von Links zwischen Seiten derselben Website. Sie hilft Besuchern beim Navigieren und Suchmaschinen beim Finden und Einordnen der Seiten.

Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein Ratgeber von Tutkit empfiehlt etwa zwei Links pro Hauptthema. Das ist eine Faustregel, kein Google-Standard. Wichtiger ist, dass jeder Link einen sinnvollen Zweck hat.

Sie helfen Suchmaschinen beim Finden und Gewichten der Seiten. Eine Garantie für bessere Platzierungen gibt es nicht. Interne Verlinkung wirkt am besten zusammen mit gutem Inhalt.

Ja. Der Ankertext gibt einen Hinweis auf den Inhalt der Zielseite. Beschreibende Texte sind besser als allgemeine Formulierungen.

Eine verwaiste Seite hat keinen internen Link, der auf sie zeigt. Besucher und Suchmaschinen finden sie dann nur schwer, etwa über die Sitemap.

Ein Crawl-Tool zeigt Seiten ohne eingehende interne Links. Vergleichen Sie das Ergebnis zusätzlich mit Ihrer XML-Sitemap, um Lücken zu sehen.

Footer-Links erscheinen auf allen Seiten, bringen aber weniger Wert als Links im Text oder im Menü. Sistrix weist darauf hin, dass doppelte Footer-Links meist nur einmal zählen. Sinnvoll sind sie vor allem für Seiten wie Impressum und Datenschutz.

Ja, wenn Ihre Website eine klare Hierarchie hat. Breadcrumbs zeigen den Platz einer Seite und helfen bei der Orientierung. Laut Ahrefs behandelt Google sie wie normale Links.

Entfernen oder korrigieren Sie die internen Links, die auf die 404-Seite zeigen. Hat die alte Seite externe Backlinks, prüfen Sie eine 301-Weiterleitung auf eine thematisch passende Seite. Leiten Sie nicht pauschal auf die Startseite um.

Regelmäßig, und besonders nach Änderungen an Inhalten oder der Struktur. Tutkit empfiehlt, bestehende Links bei Updates zu kontrollieren.

Ja. Das Prinzip gilt für jedes Content-Management-System. Unterschiedlich ist nur, wie einfach sich Links und Ankertexte im System pflegen lassen.

Ja. Wenn mehrere Seiten um denselben Begriff konkurrieren, helfen klare Ankertexte und eine eindeutige Zielseite. Die Lösung für konkurrierende Seiten erklärt der Beitrag zur Keyword-Kannibalisierung.

Interne Links sind ein Teil jeder Gesamtprüfung. Im SEO-Audit-Check finden Sie eine Selbstprüfung, und der SEO-Audit prüft Linkstruktur, Technik und Inhalte zusammen.

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