Zum Inhalt springen
SEO / PERFORMANCEHannover
Technisches SEO· 6 Min. Lesezeit

Website-Relaunch ohne SEO-Verlust: Vorbereitung bis Go-live

Ein Website-Relaunch kostet nur dann keine Rankings, wenn Sie vorher den Bestand sichern, jede alte Adresse einer neuen zuordnen und nach dem Go-live laufend prüfen. Die Arbeit läuft in drei Phasen: Vorbereitung, Go-live und Monitoring. Dieser Ratgeber zeigt die Schritte in dieser Reihenfolge.

Porträt von Muhammad Salman

Inhabergeführte BetreuungFür Hannover, Region Hannover, Niedersachsen

Aufgebaut auf den Plattformen, denen Sie vertrauen

  • Google Analytics
  • Search Console
  • Ahrefs
  • Semrush
  • Shopify
  • WordPress
  • HubSpot

Warum Relaunches Rankings kosten

Ein Relaunch ändert oft mehr als das Design. Eine neue Struktur, ein neues Content-Management-System oder eine neue Domain verändern die Adressen, die Suchmaschinen kennen. Der Relaunch-Ratgeber von Xictron nennt den Erhalt der SEO-Leistung den kritischsten Punkt des Projekts.

Ein häufiger Fehler liegt im Ablauf. Wer SEO erst nach dem Design einplant, muss die Navigation später mit neuen Keywords anpassen, und das wird aufwendig. Das beschreibt t3n in einem Beitrag zum Relaunch. Deshalb gehört SEO an den Anfang des Projekts und nicht ans Ende.

Phase 1: Bestand sichern, bevor etwas geändert wird

Bevor Sie etwas ändern, halten Sie den Stand fest. Der Bestand besteht aus drei Teilen: allen URLs mit Statuscode, den Rankings der wichtigsten Begriffe und den Backlinks auf einzelne Seiten. Ein Crawl mit einem Tool wie Screaming Frog liefert die URL-Liste. Die Search Console ergänzt Seiten, die ein Crawl nicht findet.

Was Sie sichern sollten

  • URL-Liste aus Crawl und Sitemap, mit Statuscode, Title, H1 und Canonical. So steht später fest, was umgezogen werden muss.
  • Leistungsdaten aus der Search Console. Dr. Web nennt 16 Monate als verfügbaren Zeitraum. Exportieren Sie die Daten, bevor Sie an der Website etwas verändern.
  • Rankings der wichtigsten Begriffe. Exportieren Sie sie mit Ahrefs, Semrush oder Sistrix, damit Sie später vergleichen können.
  • Backlinks auf einzelne Seiten. Sie zeigen, welche alten Adressen Linkwert tragen und daher unbedingt eine Weiterleitung brauchen.
  • Core Web Vitals. Dr. Web empfiehlt, die Werte vor dem Umbau festzuhalten, um einen Vorher-Nachher-Vergleich zu haben.

Eine Selbstprüfung der bestehenden Website liefert die SEO-Audit-Checkliste, bevor Sie den Umbau planen.

Backlinks finden und Webmaster informieren

Die wichtigsten Backlinks finden Sie über die Search Console sowie über Tools wie SEOkicks, Semrush, Majestic oder Ahrefs, so Evergreen Media. Bitten Sie die Webmaster der wichtigsten Quellen, den Link auf die neue Adresse zu setzen. Eine Weiterleitung fängt den Wert auch ohne diese Anpassung auf. Die direkte Anpassung ist aber sauberer, weil sie keinen Umweg erzeugt.

Schreiben Sie die Werte mit Datum auf. Vier Wochen nach dem Go-live vergleichen Sie die Klicks der wichtigsten Seiten mit diesem Stand. Diesen Vergleich empfiehlt Dr. Web ausdrücklich.

Wenn sich die Adressen nicht ändern

Wenn Sie die URL-Struktur unverändert lassen können, entfällt der größte Teil der Redirect-Map. Evergreen Media empfiehlt genau das als ersten Punkt: URL-Struktur gleich lassen oder, wo nötig, 301-Weiterleitungen einrichten. Die übrigen Phasen bleiben trotzdem nötig. Auch dann gehören Bestandsaufnahme, Testumgebung und Monitoring zum Projekt.

Phase 2: Die Redirect-Map als Kern des Projekts

Jede alte Adresse braucht eine Entscheidung: umleiten, zusammenlegen oder entfernen. Die Tabelle dafür ist die Redirect-Map. Statuscodes, Ketten und die Prüfung nach dem Go-live erklärt der Beitrag 301-Weiterleitungen beim Relaunch. Dieser Abschnitt zeigt nur, wie das Mapping in den Ablauf passt.

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Liste aus dem Bestand übernehmen. Jede alte URL steht in der Tabelle, auch Bilder und PDF-Dateien, wenn sie Traffic oder Links haben.
  2. Wichtige Seiten priorisieren. Evergreen Media empfiehlt, Landingpages nach Traffic, Rankings, Conversions und Backlinks zu bestimmen und ihre Entsprechung auf der neuen Website zu erhalten.
  3. Jede alte URL einer neuen Seite mit passendem Inhalt zuordnen. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite ist nicht erlaubt, weil Google sie als Soft-404 werten kann.
  4. Entfernte Seiten markieren. Seiten ohne Nachfolger antworten mit 404 oder 410, laut Google-Dokumentation.
  5. Die Tabelle vor dem Go-live prüfen lassen. Ein Crawl der Testumgebung zeigt, ob alle Ziele mit dem Statuscode 200 antworten.

Staging ohne Index: die Testumgebung schützen

Die neue Website entsteht meist auf einer Testumgebung. Diese darf nicht in den Suchindex gelangen, sonst entsteht Duplicate Content. Passwortschutz oder ein noindex sind die gängigen Mittel. Olaf Kopp von Aufgesang nennt als ersten Schritt, die Testumgebung getrennt zu halten und sie von den Suchmaschinen fernzuhalten.

Der häufigste Fehler dabei: Die Testeinstellungen landen auf dem Live-Server. Dr. Web nennt eine robots.txt-Sperre oder ein noindex aus der Testumgebung als typische Falle. Prüfen Sie deshalb den Live-Server ausdrücklich nach dem Umzug.

Der Go-live-Check

  • robots.txt ohne Sperre, und noindex-Angaben aus der Testumgebung sind entfernt.
  • Alle Weiterleitungen getestet, jede alte Adresse liefert 301, jedes Ziel 200.
  • Canonicals zeigen auf die Live-Adressen, nicht auf die Testdomain.
  • Interne Links zeigen auf die neuen URLs, nicht auf Weiterleitungen, so t3n.
  • Analytics und Werbepixel sind aktiv und wurden getestet. Olaf Kopp und t3n nennen das Vergessen als häufigen Fehler.
  • Neue XML-Sitemap eingereicht, mit nur erreichbaren Adressen.

Den Go-live-Termin planen

Xictron rät, kritische Geschäftszeiten und Freitagnachmittage zu meiden. Dazu gehören ein Rückfallplan und eine intensive Überwachung in den ersten Tagen. Dr. Web empfiehlt einen Go-live am Dienstag oder Mittwoch, damit zwei volle Arbeitstage zur Korrektur bleiben.

Planen Sie außerdem Zeitpuffer ein. Xictron empfiehlt mindestens 20 Prozent. Die alte Website bleibt in dieser Zeit live, weil die neue auf einem getrennten System entsteht. Das erleichtert den Umzug, weil der Kundenverkehr nicht unterbrochen wird.

Phase 3: Die ersten 90 Tage beobachten

Das Monitoring endet nicht am Go-live. Evergreen Media nennt eine Erholung der Sichtbarkeit oft binnen 8 bis 12 Wochen. Die Frist von 90 Tagen in diesem Ratgeber ist eine eigene Empfehlung, keine Vorgabe von Google.

Prüfen Sie in dieser Zeit regelmäßig:

  • Den Indexierungsbericht der Search Console auf neue Fehlerseiten, wöchentlich.
  • Die Klicks der wichtigsten Seiten nach einer und nach vier Wochen, im Vergleich zum Bestand von vor dem Relaunch.
  • Die Server-Logs auf 404-Fehler und Serverfehler wie 500.

Ein anhaltender Einbruch nach vier Wochen deutet nach Dr. Web meist auf fehlende oder falsche Weiterleitungen hin. Prüfen Sie dann zuerst die Redirect-Map, bevor Sie andere Ursachen suchen.

Was Relaunch-Projekte oft übersehen

Mehrere Punkte fallen erst auf, wenn es schon zu spät ist. Evergreen Media nennt einige davon:

  • Backlinks anpassen lassen. Bitten Sie Webmaster, die wichtigsten Links auf die neuen Adressen zu setzen.
  • Google-Ads-Zielseiten aktualisieren. Sonst bezahlen Sie Klicks auf Seiten, die es nicht mehr gibt.
  • Eine gute 404-Seite einrichten. Sie hält Besucher auf der Website, wenn doch eine Adresse fehlt.
  • Interne Verlinkung beibehalten. Verweise auf wichtige Seiten mit passenden Ankertexten sollten erhalten bleiben. Die Regeln dazu erklärt der Beitrag Interne Verlinkung SEO.

Wer das Projekt umsetzt

Die technische Umsetzung sollte jemand übernehmen, der das URL-Mapping, den Weiterleitungstest und die Nachkontrolle schriftlich zusagt. Dr. Web nennt genau diese drei Punkte als Mindestumfang. Wer die technische Umsetzung übernehmen soll, findet das Leistungsangebot unter Webdesign Hannover.

Der Ablauf im Überblick

Der Ablauf im Überblick
PhaseAufgabeErgebnis
VorbereitungBestand, Rankings und Backlinks sichernVergleichsstand mit Datum
VorbereitungRedirect-Map erstellen und prüfenJede alte URL hat ein Ziel oder einen Status
Go-liveTestumgebung von Index und robots.txt trennenKeine Sperren auf dem Live-Server
Go-liveWeiterleitungen, Canonicals und Sitemap prüfenAlle Adressen liefern 200 oder 301
MonitoringSearch Console, Klicks und Logs wöchentlich prüfenFehler werden innerhalb von Tagen erkannt
Der Ablauf im Überblick
Porträt von Muhammad Salman

Von Muhammad Salman, Gründer und SEO-Stratege

Veröffentlicht am

Sie möchten das nicht alles selbst umsetzen?

Wir übernehmen die Umsetzung oder unterstützen Ihr Team. Was das kostet, sehen Sie transparent auf unserer Preisseite.

FAQ

Kurz gefragt

Ein Relaunch ist eine neue Version einer bestehenden Website. Ein Launch dagegen startet ein neues Projekt. Evergreen Media unterscheidet die Arten: neues Design, neues Content-Management-System, Domainwechsel und Umbau der URL-Struktur.

Eine feste Zahl gibt es nicht. Olaf Kopp von Aufgesang schlägt vor, statt eines großen Relaunches mehrere kleinere durchzuführen. So lassen sich Veränderungen der Leistung auf bestimmte Ursachen zurückführen.

Nicht zwangsläufig. Die Verluste entstehen meist durch fehlende Weiterleitungen, Sperren aus der Testumgebung und vergessene Inhalte. Wer die Phasen einhält, reduziert das Risiko deutlich.

Evergreen Media nennt oft 8 bis 12 Wochen. Die Dauer hängt vom Umfang des Umbaus ab. Bei kleinen Umbauen ohne neue Adressen kann sie kürzer sein.

Nein. Ein Domainwechsel erhöht das Risiko, weil alle Adressen umziehen. Google nennt das Tool zur Adressänderung nur für den Wechsel von Domain oder Subdomain.

Die Redirect-Map ist eine Tabelle mit jeder alten Adresse und ihrem neuen Ziel. Sie entscheidet, welche Adresse umzieht, welche zusammengelegt wird und welche entfällt.

Die URL-Liste mit Statuscodes, die Leistungsdaten aus der Search Console, die Rankings der wichtigsten Begriffe, die Backlinks und die Core Web Vitals.

Nein. Die Testumgebung sollte per Passwort geschützt oder mit noindex versehen sein. Diese Angaben müssen vor dem Go-live entfernt werden.

Dr. Web empfiehlt Dienstag oder Mittwoch, damit genug Arbeitstage zur Korrektur bleiben. Xictron rät, Freitagnachmittage und kritische Geschäftszeiten zu meiden.

Sie erhalten eine Entscheidung: Wenn es einen passenden Nachfolger gibt, leiten Sie per 301 um. Wenn nicht, antwortet die Seite mit 404 oder 410. Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite vermeiden Sie.

Ja. Die alte Website bleibt live, während die neue auf einem getrennten System entsteht, so Xictron.

Xictron empfiehlt mindestens 20 Prozent Puffer über der geplanten Dauer. Ein zu knapper Zeitplan ist eine der häufigsten Ursachen für Fehler beim Go-live.

Ein Plugin kann die Weiterleitungen anlegen, ersetzt aber nicht die Redirect-Map und die Prüfung. Die Entscheidung über jede alte Adresse bleibt Ihre Aufgabe.

Werten Sie den Vergleich mit dem Bestand von vor dem Relaunch aus. Sind die Klicks der wichtigsten Seiten wieder auf dem Niveau von vorher, ist das Projekt stabil. Bleibt ein Rückstand, prüfen Sie zuerst Weiterleitungen und Indexierung.

Kostenlose Erstberatung

Lassen Sie uns über Ihre Sichtbarkeit sprechen.

In der kostenlosen Erstberatung sehen wir uns Ihre Website, Ihre Wettbewerber und Ihre wichtigsten Suchbegriffe an. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, was SEO für Ihr Unternehmen leisten kann, und was nicht.

  • 30 Minuten, per Telefon oder Video
  • Unverbindlich und kostenfrei
  • Konkrete erste Maßnahmen
  • Keine Ranking-Versprechen

Lieber über Upwork beauftragen?Zum Upwork-Profil

Kontakt

Name
Muhammad Salman
Servicegebiet
Hannover, Region Hannover, Niedersachsen
WhatsApp
Chat starten
Reaktionszeit
Antwort innerhalb von 24 Stunden an Werktagen
Kostenlose Erstberatung