Warum Leistungsseiten statt Blogbeiträge
Wer einen Handwerker sucht, tippt eine Leistung und einen Ort ein, zum Beispiel "Badsanierung Hannover" oder "Heizungsnotdienst Linden". Diese Suche verlangt eine Seite, die genau diese Leistung beschreibt. Ein Blogbeitrag über Sanitärtechnik beantwortet die Frage nicht, und er bringt selten die Anfrage, die der Betrieb braucht.
Eine Leistungsseite folgt einem festen Aufbau:
- Was wird gemacht und für welche Objekte.
- Wo wird es gemacht, also das Einzugsgebiet.
- Wie läuft der Auftrag ab, von der Anfrage bis zur Abnahme.
- Welche Fotos zeigen, was der Betrieb tatsächlich gebaut hat.
- Wie der Kunde Kontakt aufnimmt.
Ein Blogbeitrag kann ergänzen, zum Beispiel mit einer Erklärung zu Förderung oder Wartung. Die Leistung selbst gehört auf die Leistungsseite.
Das Einzugsgebiet ehrlich abbilden
Das Einzugsgebiet beschreibt, in welchen Orten der Betrieb Aufträge übernimmt. Es sollte mit der Realität übereinstimmen. Ein Klempner aus Leipzig wird in Gelsenkirchen kaum Aufträge bekommen, und eine Seite, die ihm dort Kompetenz zuschreibt, verspricht etwas, das nicht stimmt.
Ein Entscheidungsrahmen hilft beim Festlegen der Orte:
| Situation | Umgang |
|---|---|
| Der Betrieb hat in diesem Ort bereits Aufträge ausgeführt | Ort nennen, Projekt als Beleg zeigen |
| Der Ort liegt in der üblichen Anfahrtszeit, es gab aber noch keinen Auftrag | Ort allgemein im Einzugsgebiet nennen, keine eigene Seite |
| Der Ort liegt außerhalb der Anfahrt | nicht nennen |
| Für den Ort gibt es eine Notdienst-Zusage | Notdienst-Leistung auf der Leistungsseite nennen, Erreichbarkeit angeben |
Die Angaben im Einzugsgebiet sollten dieselben sein wie im Google-Unternehmensprofil. Abweichungen verwirren Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen.
Google-Profil und Leistungsseiten verknüpfen
Das Google-Unternehmensprofil ist die Grundlage für die lokale Suche. Betriebe, die zum Kunden fahren, nutzen ein Service-Area-Profil: Die Adresse wird ausgeblendet, und die Orte, in denen Sie arbeiten, werden als Einzugsgebiet angegeben. Die Leistungen aus dem Profil sollten mit den Leistungsseiten auf der Website übereinstimmen. Eine Anleitung zum Profil finden Sie im Beitrag zu Google Unternehmensprofil optimieren.
Bewertungen, Fotos und Beiträge im Profil stützen die Leistungsseiten. Ein Foto einer abgeschlossenen Badsanierung im Profil und auf der Leistungsseite zeigt, dass die Leistung real ist.
Fotos und Projekte als Beleg
Fotos sind bei Handwerksbetrieben das stärkste Argument. Vorher-Nachher-Bilder, Angaben zum Projekt und ein kurzer Bericht zum Ablauf beweisen Können, ohne dass ein Werbetext nötig ist.
Achten Sie auf drei Dinge:
- Die Fotos zeigen eigene Arbeiten, keine Stockbilder.
- Jedes Projekt nennt den Ort, aber keine privaten Adressen.
- Die Dateinamen beschreiben das Motiv, zum Beispiel "bad-sanierung-hannover-linden.jpg".
Die Bildgröße sollte vor dem Hochladen reduziert werden. Große Dateien bremsen die Seite, und mobile Besucher verlassen sie dann eher.
Notdienst und Erreichbarkeit
Ein Notdienst ist ein eigener Suchauftrag. Wer um 22 Uhr einen Rohrbruch hat, sucht nach "Rohrbruch Notdienst" mit Ortsnamen. Die Seite muss in diesem Moment eine Telefonnummer zeigen und die Zeiten nennen, zu denen der Betrieb erreichbar ist. Wenn kein Notdienst angeboten wird, sagen Sie das ausdrücklich, damit niemand umsonst anruft.
Eine Checkliste für die Leistungsseite
- Eine Seite je Leistung, nicht eine Seite für alles.
- Das Einzugsgebiet nennt nur Orte, in denen Aufträge ausgeführt wurden oder realistisch sind.
- Die Telefonnummer und die Öffnungszeiten stimmen mit dem Profil überein.
- Mindestens drei Fotos eigener Projekte stehen auf der Seite.
- Ablauf des Auftrags ist beschrieben.
- Der Notdienst ist ja oder nein eindeutig angegeben.
- Die Seite ist auf dem Handy schnell und ohne Scrollen bis zur Telefonnummer erreichbar.
Häufige Fehler
- Eine einzige Seite für alle Gewerke, die auf alles eingeht und nichts konkret beschreibt.
- Ein Einzugsgebiet mit Dutzenden Orten, in denen nie gearbeitet wurde.
- Stockfotos von Werkzeugen statt eigener Projekte.
- Profil und Website nennen unterschiedliche Leistungen oder Telefonnummern.
- Eine Website, die vor zehn Jahren erstellt wurde und seitdem nicht geändert wurde.
Den Auftragsablauf auf der Seite zeigen
Viele Kunden zögern, weil sie nicht wissen, was nach der ersten Anfrage passiert. Ein kurzer, klarer Ablauf auf der Leistungsseite nimmt diese Unsicherheit. Er zeigt, dass der Betrieb strukturiert arbeitet.
- Anfrage: Kunde beschreibt Leistung und Ort, per Formular oder Telefon.
- Besichtigung: Der Betrieb sieht sich das Objekt an, meist vor Ort.
- Angebot: Der Kunde erhält einen schriftlichen Preis mit Leistungsumfang.
- Ausführung: Termine und Ansprechpartner werden vorab genannt.
- Abnahme: Der Kunde prüft das Ergebnis, bevor der Auftrag endet.
Der Ablauf muss zu Ihrem Betrieb passen. Schreiben Sie nur Schritte auf, die Sie tatsächlich so anbieten. Ein Ablauf, den es nicht gibt, kostet Vertrauen, sobald der Kunde danach fragt.
